Beratung
Arbeitsfeld 2: Erarbeitung von Konzepten und Grundlagen zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses
Arbeitsfeld 3: Verbesserung des Technologietransfers
Arbeitsfeld 5: Sicherung industrieller Standorte
Arbeitsfeld 6: Beratung von Betriebsräten
Arbeitsfeld 1: Beratung und Unterstützung von branchenorientierten Netzwerken mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weiteren regionalen Akteuren
Der Aufbau und die Etablierung regionaler Netzwerke ist eine wesentliche Strategie zum Abbau von Strukturdefiziten und zur „Stärkung der Stärken“. Industriepolitische Netzwerkarbeit hat die Sicherung von Arbeitsplätzen durch Bestandsprofilierung in KMU, Neuansiedlungen, Zukunftsinvestitionen und Maßnahmen zur Umfeldverbesserung unter Einbeziehung von Wirtschaft, Wissenschaft und Sozialpartnern zum Ziel. Insbesondere zur Erschließung von Innovationen ist zunehmend überregionale bzw. branchenübergreifende Kooperation von elementarer Bedeutung. Im Finden und Nutzen dieser Synergien liegen große, noch nicht ausgeschöpfte Kreativitäts-, Innovations- und Wachstumspotenziale, die in Ostdeutschland aus eigener Kraft erschlossen werden können.
Das IMU Institut ist Mitglied in folgenden Netzwerken
- profil.metall – Netzwerk Stahl- und Metallverarbeitung in Brandenburg und Berlin
(IMU verantwortlich für das inhaltliche Netzwerkmanagement) - oabb – Netzwerk „optic alliance brandenburg berlin“
(IMU verantwortlich für das inhaltliche Netzwerkmanagement und Sprecher des Netzwerks) - Strategische Allianz
(Kooperation mit weiteren 5 Schlüsselbranchen in Brandenburg) - Kompetenznetzwerk Metallverarbeitung und Umwelttechnik Eisenhüttenstadt e.V.
- Hydro mobile - NEMO Netzwerk "Brennstoffzellenapplikationen in Kleinmobilen"
(IMU verantwortlich für das Netzwerkmanagement)
Arbeitsfeld 2: Erarbeitung von Konzepten und Grundlagen zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses
Der demographische Wandel – ein sich teilweise selbst verstärkendes Zusammenspiel von Alterung, Abwanderung und sich daraus ergebenden veränderten Sozialstrukturen der Gesellschaft – stellt für die unmittelbare Zukunft eine große Herausforderung für die Wirtschaft und das Arbeitsleben in Deutschland dar. In Teilräumen Ostdeutschlands wird die Abwanderung junger Leute angesichts des Lohnniveaus, der Arbeitsbedingungen und der Perspektivlosigkeit verstärkt.
Die branchenspezifische Profilierung von Regionen verbunden mit jüngeren Trends industriell-wirtschaftlichen Aufschwungs eröffnen jedoch gerade jungen Menschen neue Chancen und Perspektiven gerade auch in peripheren und ländlichen Räumen. Wesentliche Voraussetzung dafür ist eine frühzeitige und verstärkte Orientierung von SchülerInnen auf die wachstumsträchtigen Branchen mit ihren vielfältigen Berufen und eine mobilisierende und motivierende Vermittlung dieser möglichen Zukunft.
Mit dem Projekt zukunft.metall werden SchülerInnen in Eisenhüttenstadt frühzeitig mit neuen Instrumenten der Berufs- und Arbeitsweltorientierung auf Möglichkeiten und Perspektiven in den dort ansässigen Unternehmen der Metallindustrie aufmerksam gemacht. zukunft.metall wird von LASA und MASGF mit erreichten (Zwischen-)Ergebnissen positiv bewertet.
Im ASTi-Projekt steht die passgenaue Sensibilisierung, Befähigung und Aktivierung zusätzlicher Ausbildungs-“Reserven“ im Branchenkompetenzfeld Metall in Ostbrandenburg im Mittelpunkt.
Arbeitsfeld 3: Verbesserung des Technologietransfers
Ein verbesserter Technologietransfer zwischen Wissenschaft (Hochschulen und außeruniversitäre Forschung) und Wirtschaft ist eine bedeutsame Maßnahme zur Sicherung der Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Regionen. Die Zusammenarbeit der Wirtschaft mit Hochschulen und anderen FuE-Einrichtungen dient sowohl der gezielten Entwicklung neuer Produkte und Produktionsverfahren und der Erschließung neuer Märkte, als auch einer zukunftssichernden Personal- und Qualifizierungspolitik.
Das IMU-Institut unterstützt diese Maßnahme u. a. durch den Auf- und Ausbau des CASA Netzwerk der Nachwuchsförderung und Fachkräftesicherung in Eisenhüttenstadt (best practice in Brandenburg).
Das IMU-Institut ist in Zusammenarbeit mit der bbw-Gruppe Träger der Branchentransferstelle Stahl Metall Elektro. Die Branchentransferstelle (BTS) hat den Abbau von Kooperationshemmnissen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zum Ziel. Vom Innovationsprozess innerhalb der Unternehmen oder Verbundprojekte ausgehend wird der Unterstützungsbedarf bestimmt und ein fachlich und zeitlich adäquater Technologietransfer organisiert. Die BTS unterstützt Unternehmen bei der Vorbereitung und Initiierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten durch gezielten Technologietransfer aus den Forschungseinrichtungen.
Dabei arbeitet die BTS mit den Branchennetzwerken profil.metall und M+E Netzwerk zusammen und wird durch die Sozialpartner vme (Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg e.V.) und IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg in ihrer Arbeit unterstützt.
Arbeitsfeld 4: Qualifizierung der Mitbestimmung - Beratung und Unterstützung von Betriebsrätenetzwerken
Branchenorientiert und regional haben sich in Sachsen und Brandenburg auf Initiative der IG Metall und unterstützt vom IMU-Institut 5 Betriebsrätenetzwerke in den letzten 10 Jahren gebildet. Die folgende Übersicht verdeutlicht beispielhaft das Themenspektrum dieser überbetrieblichen Austauschform zur Qualifizierung von Mitbestimmung, zu mehr Beteiligung, zur Gewinnung neuen Klientels, zur Unterstützung neuer Betriebsräte, zur Entwicklung regionaler Beschäftigungsinitiativen etc. verbunden mit arbeitsorientierter Branchenbeobachtung und Branchenpolitik.
- Betriebsrätenetzwerk Kfz-Zulieferindustrie, Zwickau & Leipzig (im Aufbau, rd. 20 Betriebe)
- Betriebsrätenetzwerk Maschinenbau, Chemnitz (7 Betriebe)
- Betriebsrätenetzwerk Metall- und Armaturenindustrie, Barnim-Uckermark (11 Betriebe)
- Betriebsrätebildungsnetzwerk Stahl und Metallverarbeitung, Eisenhüttenstadt (11 Betriebe)
- Betriebsrätenetzwerk Textilindustrie, Bautzen (abgeschlossen, begleitet bis 2006)
Arbeitsfeld 5: Sicherung industrieller Standorte
Ein Beispiel erfolgreicher regionaler Beschäftigungsinitiativen ist das auf Initiative der IG Metall-Verwaltungsstelle Südbrandenburg und des Grohe-Betriebsrats organisierte arbeitsorientierte Aktionsprogramm „Perspektiven für Herzberg“. Mit Unterstützung des Landes und regionaler Akteure der Wirtschaftsförderung und Arbeitmarktpolitik ist es gelungen, für die von der Schließung des Grohe-Standorts in Herzberg („Heuschrecke“) betroffenen ca. 300 KollegInnen aus einer nahezu ausweglosen Situation
- rd. 95% des Grohe-Geländes gewerblich neu zu nutzen,
- perspektivisch damit rd. 100 neue Arbeitsplätze zu schaffen (ein weiterer Ausbau ist möglich) und die Galvanik wieder in Betrieb zu nehmen,
- viele KollegInnen aktiv zu qualifizieren und professionell zu vermitteln.
Wesentlich für diesen Erfolg war und ist der regelmäßige Austausch mit Strategiediskussion (AG „Perspektive für Herzberg“ und 14tägiger „Treff Armaturenwerk“ für die ehem. Grohe-KollegInnen). Im Rahmen des "Qualifizierungsnetzwerks Herzberg" wird die bisherige erfolgreiche Arbeit fortgeführt und um neue Schwerpunkte ergänzt.
Arbeitsfeld 6: Beratung von Betriebsräten
Ziele der Beratung sind die Erhaltung von Arbeitsplätzen, ihre menschengerechte Gestaltung sowie die Sicherung und Erweiterung der Rechte der Beschäftigten. Zum Beispiel bewerten wir – ausgehend von der Analyse der betrieblichen Situation und der Gesamtstrategie des Unternehmens – mögliche Auswirkungen von Restrukturierungskonzepten auf die Beschäftigten. Unsere Berater kennen die betriebliche Praxis aus ihrer Tätigkeit für betriebliche Interessenvertretungen und z.T. als langjährige Mitglieder in Betriebsratsgremien und Aufsichtsräten.
Betriebsräte können Sachverständige ihrer Wahl gemäß Betriebsverfassungsgesetz (§ 80 Abs. 3 und § 111 BetrVG) zur Unterstützung ihrer Arbeit hinzuziehen.
Schwerpunkte der betrieblichen Beratungen:
- Beschäftigungs- und Standortsicherung, Unternehmensrestrukturierung
- arbeitsorientierte Strategieentwicklung
- Technologiefolgeabschätzung
- Arbeitsorganisation und Technikgestaltung
- Qualifizierung und Personalentwicklung
- Arbeits- und Gesundheitsschutz
Beratungstätigkeiten des IMU Berlin-Dresden
Optimierung und Stärkung arbeitsorientierter Strategie- und Handlungsfähigkeit durch Coaching und systemische Beratung
ERA-Einführung in Sachsen und Berlin-Brandenburg – Seminare und Beratung Beratung, Seminare und Prozessbegleitung für Betriebsräte bei der Einführung neuer Entgeltsysteme Eingruppierungsberatung
Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft aus den Unternehmensbedarfen heraus
Netzwerk zur Qualifizierung, Fachkräftesicherung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen des Netzwerks sowie zur Profilierung der Stadt Herzberg (Elster) als attraktiven Standort der ME-Industrie.
Unterstützung für Unternehmen bei der Einführung des Arbeitsschutz-Managementsystems OHRIS. Neue Hilfen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.
Transnationaler Wissens- und Erfahrungsaustausch zu innovativer Arbeitspolitik im Branchenkompetenzfeld Metall zwischen Brandenburg und Polen (TINA)
Passgenaue Sensibilisierung, Befähigung und Aktivierung zusätzlicher Ausbildungs-“Reserven“ im Branchenkompetenzfeld Metall in Ostbrandenburg.
profil.metall ist ein Netzwerk zur Profilierung der Branche Stahl- und Metallverarbeitung in Brandenburg und Berlin
Antriebe und Bordstromaggregate für Kleinmobile, Boote und schwimmende Häuser
Profilierung der Hauptstadtregion zu einem national und international anerkannten Technologiestandort der Klassischen Optik / Augenoptik.