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Forschung IMU Berlin-Dresden

JOBSTARTER - Ausbildungsplatz- und Branchenentwicklungspotenziale in Ostbrandenburg

Analyse, Prognose und Bewertung der berufsspezifischen Ausbildungsplatz- und Branchenentwicklungspotenziale in der Region Ostbrandenburg

Bearbeitung: IMU Institut Berlin GmbH
Durch: Gregor Holst
Projektart: Auftragsforschung
Zeitraum: Juli 2008 bis November 2008
Inhalt:

Aus dem wirtschaftlichen, demographischen, infrastrukturellen und gesellschaftlichen Strukturwandel ergeben sich neue Herausforderungen und Aufgabenstellungen für zukunftsorientierte Strategien der Fachkräftesicherung. Vor diesem Hintergrund hat das IMU-Institut Berlin, beauftragt durch ArcelorMittal Eisenhüttenstadt, im Rahmen des JOBSTARTER-Projekts des BMBF eine „Analyse, Prognose und Bewertung der berufsspezifischen Ausbildungsplatz- und Branchenentwicklungspotenziale in der Region Ostbrandenburg“ durchgeführt.

Der Fachkräftemarkt in Ostbrandenburg ist von zwei Grundtrends geprägt. Einerseits verringert sich durch Abwanderung und Alterung das Angebot potenzieller Fachkräfte. Andererseits entsteht auch in Zeiten wirtschaftlicher Krisen, ausgelöst durch steigenden Ersatzbedarf in den Unternehmen sowie durch Ansiedlungserfolge in der Industrie, neuer Fachkräftebedarf. In den kommenden Jahren wird insbesondere die Zahl der verfügbaren gut ausgebildeten Nachwuchskräfte abnehmen, so dass ein rasches Umschlagen des bisherigen Überangebots (in Form arbeitsloser junger Menschen) in ein Unterangebot (in Form verstärkt suchender Betriebe) auf dem Arbeitsmarkt erwartet wird.

Insbesondere die zahlreichen KMU der Region sind strukturell häufig nicht in der Lage einen „Qualifikationsvorrat“ anzulegen. In wenigen Jahren werden sich aber die Handlungsspielräume so verengt haben, dass die Deckung des Auszubildenden- und Fachkräftebedarfs für die Unternehmen dann erheblich teurer, aufwendiger und risikoreicher ist als eine Präventionsstrategie, die möglichst bald einsetzt.

Als Gestaltungsansätze zeichnen sich neben der Intensivierung der dualen Erst- und der betrieblichen Verbundausbildung, die Erhöhung der Ausbildungsbeteiligung der Betriebe, die Erschließung von Ausbildungs-„Reserven“ sowie die Nutzung einer qualitativ gesicherten, an den Fachkräftebedarfen orientierten und qualifizierten überbetrieblichen Ausbildung ab. Eine langfristige, kontinuierliche und qualifizierte Arbeitswelt- und Berufsorientierung, in der Lehrer, Schulen, Eltern und Wirtschaft gleichermaßen gefordert sind, ist ein weiterer wesentlicher Baustein einer nachhaltigen Strategie zur Fachkräftesicherung. Weiterhin gilt es zielgruppenorientiert Transparenz über Struktur und Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt zu schaffen sowie den Jugendlichen regionale Entwicklungsperspektiven zu bieten.

Auf den Internetseiten der EKO-Bildungsstiftung (Link) finden Sie weitere Informationen zur Studie und zum Projekt JOBSTARTER.

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