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E-Mobility und Globalisierung erfordern die Aktualisierung und Weiterentwicklung der regionalen Branchencluster

IMU Beitrag auf der Frühjahrstagung der Sektion Arbeits- und Industriesoziologie der DGS

E-Mobility und Globalisierung erfordern die Aktualisierung und Weiterentwicklung der regionalen Branchencluster - Anforderungen an das regionale Automobilcluster Baden-Württemberg.

                                                          
Die Automobilindustrie in Baden-Württemberg ist als vollständiges Automotive-Cluster ein weltweit führendes Zentrum der Automobilindustrie. Gleichzeitig ist sie eine der industriellen Kernbranchen und erbringt rund ein Zehntel der gesamten Bruttowertschöpfung und die Hälfte der F&E Ausgaben im Wirtschaftssektor des Landes bei knapp 11 % der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (Berger et al. 2017).

Die Globalisierung führte in den letzten 20 Jahren zu großen strukturellen Veränderungen in dieser Branche und wird diese auch in Zukunft weiter verändern. Einerseits haben sich relativ autarke Produktionsnetzwerke in den drei Weltregionen Asien, Europa und Amerika ausgebildet. Andererseits hat sich der europäische Produktionsschwerpunkt zunehmend zu den Low-Cost-Countries Osteuropas verschoben (Jürgens/Krzywdzinski 2010; CB 2014; Deloitte 2014; Blöcker 2015; VDA 2018). Beide Entwicklungen führen zu starken Strukturveränderungen im baden-württembergischen Raum. Der politisch regulierte Klimaschutz stellt die Branche durch die Transformation zur Elektromobilität vor zusätzliche Herausforderungen, was zu Beschäftigungsabbau und hohen Qualifizierungsbedarfen führen wird. Mit der „Strukturstudie e-mobil BW“ liegt erstmals ein wissenschaftlich fundiertes Schätzmodell vor, um die Branchenbeschäftigten einzelner Regionen den unterschiedlichen Wertschöpfungssegmente und Funktionen zuzuordnen und die Wirkungen der Elektromobilität differenziert zu bewerten (E-Mobil Baden-Württemberg 2019).

Die Abschätzung der Beschäftigungseffekte zeigt, dass die derzeitige Stärke des baden-württembergischen Automobilclusters in der Transformation nicht ohne Anstrengung erhalten und ausgebaut werden kann: Das branchenspezifische Innovationsmuster der „produktionswissensbasierten Produktinnovation“ (Schwarz-Kocher et al. 2019) muss vor allem in der Automobilzulieferindustrie erhalten und um die Technologien der neuen E-Mobilitäts-Komponenten erweitert werden.

Kernthesen unserer Untersuchungen sind:

  • § Nicht der Beschäftigungsabbau, sondern ein Verlust der Innovationsführerschaft bedroht die deutsche Automobilindustrie.
  • § Garant für den bisherigen Branchenerfolg sind starke regionale Wertschöpfungs- und Innovations-Cluster. Die Bewältigung der neuen Herausforderungen erfordert deren Aktualisierung und Weiterentwicklung.
  • § Dazu müssen die Produktionswerke in den regionalen Clustern erhalten und zu Innovations- und Leitwerken weiterentwickelt werden.
  • § Für die neuen E-Mobilitätskomponenten muss der erfolgreiche Innovationsverbund von F&E und Produktionswerk ebenfalls im regionalen Cluster abgebildet werden.

Beispiele aus acht Zuliefererstandorten zeigen, welche Potentiale in einer standortbezogenen, Bottom Up entwickelten Transformationsstrategie liegen können. Dieser Prozess muss durch eine aktive Clusterpolitik von Unternehmen, Politik, Gewerkschaften und Beschäftigten begleitet werden.

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