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Arbeit – Leistung – Belastungen. Die Langzeitwirkungen von ERA in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie

Wenn der Staub sich gelegt hat - ERA im Langzeitvergleich der M+E-Industrie BaWü
Projektlaufzeit: Dezember 2014 - Dezember 2016
Gefördert durch: Hans-Böckler-Stiftung
Forschungsverbundpartner: FATK Uni Tübingen
IMU Projektteam: Walter Mugler - Rainer Salm

Das Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit den Langzeitwirkungen des Entgeltrahmenabkommens für die Metall- und Elektroindustrie (ERA). Im Mittelpunkt steht die Frage, wie es zehn Jahre nach Beginn der ERA-Einführung um dessen Prägekraft für das betriebliche Entgeltgeschehen bestellt ist, ob der innere Erosionsprozess der Flächentarifverträge wie beabsichtigt nicht nur kurzfristig, sondern anhaltend gestoppt werden konnte und wie der langfristige Beitrag von ERA zur Stabilisierung des Systems der Flächentarifverträge einzuschätzen ist. Die Untersuchung ist auf vier Felder fokussiert. Es soll untersucht werden,

(1)  welchen Stellenwert ERA zehn Jahre nach Beginn des ERA-Einführungszeitraumes im betrieblichen Alltag für die Entgeltfindung und -gestaltung hat, wie sich das Eingruppierungsgefüge im Nachgang zur ERA-Einführung entwickelt hat, wie alltagstauglich die tarifvertraglichen Regelungen sind und speziell, ob sie zwischenzeitlich wieder an Bedeutung eingebüßt haben und sich erneut Eingruppierungspraktiken entwickeln, die mit ERA nicht oder nur schwer vereinbar sind,

(2)  ob die vielfach aufgeschobene Neuregelung des Leistungsentgelts zwischenzeitlich stattgefunden hat, zu welchen Ergebnissen sie führte und ob sie zur betrieblichen Thematisierung der Lohn-Leistungsfrage beigetragen hat,

(3)  ob die ebenfalls meist vertagte Neubewertung von Belastungen erfolgt ist, wer nunmehr ein Belastungsentgelt erhält, wie die „Belastungsfrage“ in den Betrieben diskutiert wurde und wie die Beschäftigten und die Betriebsparteien die Systemveränderung in der Belastungsbewertung sehen und bewerten,

(4)  wie ERA insgesamt aktuell und im Rückblick vom Personalmanagement und von den Betriebsräten bewertet wird, welche Veränderungen sich diesbezüglich ausmachen lassen und wie die betrieblichen Akteure dessen langfristigen Beitrag zur Stabilisierung des Flächentarifvertrags einschätzen.

Die Untersuchung soll sich auf die Metall- und Elektroindustrie Baden-Württembergs konzentrieren, die treibende Kraft in der Entwicklung und Durchsetzung von ERA war. Hinsichtlich des empirischen Vorgehens ist eine Kombination verschiedener Methoden vorgesehen. Durchgeführt werden soll eine schriftliche standardisierte Parallelbefragung von Personalmanagern Zur vertiefenden Analyse der Formen und Probleme betrieblicher Entgeltfindung sind zehn bis zwölf themenfokussierte Betriebsfallstudien vorgesehen, bei denen thematische Schwerpunkte gesetzt zu den Feldern „Grundentgeltfindung“, „Leistungsentgelt“ und „Belastungsvergütung“ werden. Ergänzend geplant sind Expertengespräche mit Vertretern der Tarifparteien auf regionaler Ebene.

 

Kontakt:

Artikel Ten years after – Langzeiteffekte von ERA in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie von Reinhard Bahnmüller und Markus Hoppe in den WSI Mitteilungen 8/2016

Artikel Körperliche Arbeitsbelastung von Walter Mugler und Rainer Salm, in Aib 7-8, 2017

Demnächst erscheint noch der Endbericht als HBS study

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