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Modulare Bauweise als Erfolgsfaktor im Maschinen- und Anlagenbau?

Wirkungen von Baukastensystemen auf Beschäftigung
Projektlaufzeit: April 2016 - September 2016
Gefördert durch: IG Metall
IMU Projektteam: Jürgen Dispan

Ein wichtiger Entwicklungstrend für den Maschinen- und Anlagenbau ist die konsequente Modularisierung und Standardisierung der komplexen Produkte. Im Zentrum der IMU-Kurzstudie für die IG Metall stehen die Fragen:

(1) Inwieweit die modulare Bauweise ein Erfolgsfaktor für den Maschinenbau ist und

(2) wie Modularisierungsstrategien die Beschäftigung im Maschinenbau beeinflussen und welche Wirkungen für die verschiedenen Unternehmensbereiche erwartet werden.

Im Ergebnis zeigt die Wirkungsabschätzung von Modularisierungsstrategien durch die befragten Experten ein breites Spektrum. Es werden sowohl Chancen als auch Risiken für Beschäftigung und für nachhaltige Wertschöpfung gesehen. Modulare Bauweise kann aus Arbeitnehmersicht insbesondere dann eine Chance sein, wenn Betriebsräte frühzeitig beteiligt sind, die Interessen der Belegschaft einbringen und den Prozess in Richtung Verbesserung der Arbeitsbedingungen und beschäftigungssichernde nachhaltige Standortentwicklung beeinflussen. Dagegen überwiegen die Risiken, wenn als Ziel der Modularisierung eine Kurzfristorientierung und rein der ökonomische Nutzen verfolgt werden. Dann kann es für die Beschäftigten beispielsweise zu einer Zerstückelung, Vereinfachung und Erosion bei der Tätigkeitenvielfalt kommen; ebenso kann die Verlagerbarkeit von standardisierten Baugruppen und eine Reduktion der Fertigungstiefe im Zentrum der Modularisierungsstrategie stehen.

Zusammenfassend ist die modulare Bauweise für viele Maschinenhersteller ein „Muss“ im internationalen Wettbewerb, ein „Do-or-die-Game“, wie einer der befragten Betriebsräte eines großen Herstellers formulierte. „Ohne Module können nur Nischenanbieter überleben, die hochspezialisierte Maschinen anbieten. Ab einer gewissen Größe gibt es definitiv einen Zwang zur Modularisierung und Standardisierung“ (Exp.). Für Betriebsräte gibt es viele Gründe, eigene Gestaltungsansätze in Modularisierungsstrategien des Unternehmens einzubringen und dabei das Konzept „gute Arbeit“ voranzutreiben.

Kontakt:

Weitere Informationen:

IGM-Broschüre

IMU-Informationsdienst Nr. 2/2016

abgelegt unter: ,
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