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Veröffentlichung

Verfall von Arbeitszeit in indirekten Tätigkeitsbereichen

Tarifliche und betriebliche Instrumente zur Regulierung

Von: Sylvia Stieler, Martin Schwarz-Kocher
Herausgeber: IMU Institut GmbH
Reihe: IMU Infodienst
Nummer: 3/2009
ISBN: ISBN 978-3-934859-26-5
Erschienen: Stuttgart: Eigenverlag, 2009
Umfang: 70 S.
Bezug über: kostenloser Download
Inhalt:
Die Untersuchung stellte fest, in welchem Umfang und aufgrund welcher Mechanismen nach Einschätzung der Betriebsräte geleistete Arbeitszeit verfällt, und welche Regulierungsformen dies wirksam verhindern könnten. Mit den Ergebnissen wird aufgezeigt, wie der Verfall von Arbeitszeit betriebspolitisch thematisiert und reduziert werden kann.

Hintergrund sind die deutlichen Abweichungen zwischen der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit (42 Stunden) und der von Beschäftigten gewünschten Wochenarbeitszeit von 34 Stunden. Die aktuell eher zunehmenden Differenzen weisen auf Schwächen der Arbeitszeitregulierung hin. Besonders deutlich wird dies am Beispiel der Mehrarbeit, deren Umfang für das Jahr 2008 auf 3 Milliarden Stunden geschätzt wird. Etwa die Hälfte dieser Mehrarbeit (2,5 % des gesamten Arbeitszeitvolumens) wird nicht vergütet oder in Freizeit ausgeglichen. Dieser Verfall geleisteter Arbeitszeit steht - als "Spitze des Eisbergs" - symptomatisch für alle Problembereiche der Arbeitszeitregulierung.

Deshalb wird beispielhaft für den Angestelltenbereich der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württembergs geklärt:
  • wie Arbeitszeit erfasst wird und in welchem Umfang betriebliche Interessenvertretungen Arbeitszeitdaten nutzen;
  • aufgrund welcher Mechanismen und in etwa welchem Umfang Arbeitszeit verfällt;
  • welche Einstellungen bei Betriebsräten und Beschäftigten zum Verfall geleisteter Arbeit und zur konsequenten Verhinderung des Arbeitszeitverfalls bestehen;
  • welche Instrumente aus Sicht von Betriebsräten Arbeitszeiten wirksam regulieren könnten und
  • welche Handlungsmöglichkeiten hier eine beteiligungsorientierte Betriebspolitik böte.
Dazu wurden etwa 280 Betriebsräte mit einer hohen Angestelltenquote im Oktober 2008 schriftlich befragt.

Kontakt: Sylvia Stieler, IMU Stuttgart
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