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Innovation und Mitbestimmung

Die aktive Rolle der Mitbestimmungsinstitutionen im betrieblichen Innovationsprozess

Finanziert durch: Hans Böckler Stiftung
Bearbeitung: IMU Institut GmbH
Durch: Bettina Seibold, Martin Schwarz-Kocher, Jürgen Dispan (IMU Stuttgart); Ursula Richter (IMU Berlin)
In Kooperation mit: Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung
Projektart: Forschung
Zeitraum: August 2007 bis Juli 2009
Inhalt:
1. Kontext / Problemlage
Innovationen und technischer Fortschritt sind grundlegend für die globale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und damit für die Zukunft der Arbeitsplätze in Deutschland. Dabei müssen sich auch die Träger der Mitbestimmung am Innovationsprozess beteiligen. Ausgehend von einem breiten Innovationsverständnis stehen verschiedene Innovationsdimensionen im Blickfeld: Produkt- und Prozessinnovationen ebenso wie physische und immaterielle Innovationen, sowie deren wechselseitige Beeinflussung.
Um Rolle und Funktion der Träger der Mitbestimmung in diesem ganzheitlichen Innovationsverständnis zu verstehen, wird der betriebliche Innovationsprozess analysiert. Ein spezifischer Problemzugang unseres Ansatzes basiert auf der empirischen Beobachtung, dass der Beitrag der Träger der Mitbestimmung zu Innovationen in Krisensituationen besonders gut funktioniert und sich ein charakteristischer „mitbestimmter“ Innovationstypus herauszubilden scheint, der aber nur selten verstetigt werden kann.
2. Fragestellung
•    Welche Verfahren formeller und informeller Beteiligung der betrieblichen Interessenvertretungen an Prozessen der Produkt-, Dienstleistungs-, technischen Prozess- und organisatorischen Innovation werden in Unternehmen praktiziert?
•    Welche originären Beiträge können die Träger der Mitbestimmung in den Innovationsprozess einbringen?
•    Wie können die Mitbestimmungsinstitutionen die Interessen der Beschäftigten in betriebliche Innovationsprozesse einbringen und mit welchen Handlungskonzepten können sie dabei auftretenden Rollenkonflikte bewältigen?
•    Welchen Einfluss haben dabei die Variablen Betriebsgröße, Fertigungstiefe, funktionale Ausdifferenzierung, Führungs- und Controllingkulturen, Personalentwicklung, Kunden/Lieferantenverhältnis und Außenbeziehungen (open Innovation)?
3. Untersuchungsmethode
Aufgrund der wissenschaftlichen und praxisorientierten Fragestellung des Projektes wurde von den beteiligten Forschungseinrichtungen (IMU Institut und Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung) ein Untersuchungsdesign gewählt, das quantitative und qualitative Forschungsmethoden verbindet:
•    quantitative (teilw. multivariate) Auswertung der Innovationsperformance und –treiber auf Datenbasis der Erhebung „Innovation in der Produktion 2006“ des Fraunhofer ISI,
•    qualitative Fallstudien in Unternehmen der Schwerpunktbranchen Maschinenbau, Automobilzulieferer, Textil und Ingenieurdienstleistungen,
•    leitfadengestützte Expertenbefragungen und Rückkopplung der Zwischenergebnisse in relevanten Akteurskreisen.

Buchveröffentlichung:
Schwarz-Kocher, Martin; Kirner, Eva; Dispan, Jürgen; Jäger, Angela; Richter, Ursula; Seibold, Bettina; Weißfloch, Ute (2011): Interessenvertretungen im Innovationsprozess. Der Einfluss von Mitbestimmung und Beschäftigtenbeteiligung auf betriebliche Innovationen. Edition Sigma, Berlin.


 

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