Nachrichtenartikel IMU Stuttgart
Neue Produktionskonzepte
30.01.2012
Im aktuellen Jahrbuch Gute Arbeit (2012) beleuchten Bettina Seibold, Martin Schwarz-Kocher und Heinz Pfäfflin im Themenfeld „arbeitspolitischer Gestaltungsbedarf“ wie sich neue Produktionssysteme auf die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten auswirken und loten Gestaltungsmöglichkeiten und Handlungsempfehlungen aus.
Unter dem Begriff „Ganzheitliche Produktionssysteme“(GPS) wird ein Organisationskonzept in Betriebe getragen, das für sich in Anspruch nimmt, unterschiedliche Rationalisierungskonzepte zu einem widerspruchsfreien Gesamtsystem zu integrieren. Symbolisiert werden diese Bemühungen durch jeweils unternehmensspezifische Namen (Mercedes-Produktions-System, Bosch-Produktions-System usw.). Die Wirkungen dieser Systeme auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten sind umstritten.Im vom Bundesforschungsministerium (BMBF) mit ESF-Mitteln geförderten Forschungsprojekt „Balanced GPS“ werden auch deren arbeitspolitische Auswirkungen untersucht. Die im Buchbeitrag dargestellten Gestaltungsempfehlungen für Betriebsräte sind erste Ergebnisse aus diesem Projekt und weitere Praxiserfahrungen aus Betriebsratsberatungen des IMU Instituts.
Seibold, Bettina; Schwarz-Kocher, Martin; Pfäfflin, Heinz (2012): Neue Produktionskonzepte – Gestaltungsempfehlungen für die Interessenvertretung.
In: Schröder, Lothar; Urban, Hans-Jürgen (Hrsg.): Gute Arbeit – Ausgabe 2012. Zeitbombe Arbeitsstress, Frankfurt am Main, S. 228-242.