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Autoindustrie in Baden-Württemberg – die Einschläge kommen näher


Autoindustrie in Baden-Württemberg – die Einschläge kommen näher

Reportage im Deutschlandfunk mit O-Ton von Martin Schwarz-Kocher

Die DLF-Reportage von Uschi Götz beschäftigt sich mit der aktuellen Lage der Automobilindustrie und den angekündigten Maßnahmen zum Beschäftigungsabbau bei Zulieferern.

Auszug aus dem Podcast unter der Überschrift „Krise nur teilweise coronabedingt“ mit dem Statement von Martin Schwarz-Kocher (Quelle: DLF-Beitrag vom 2.06.2020):

Bundesweit sind rund 300.000 Mitarbeiter im Maschinen- und Anlagenbau in Kurzarbeit. Davon allein fast 100.000 in Baden-Württemberg. Und das Tal ist längst nicht erreicht. Bis zum Sommer wollen zwei Drittel der Autozulieferer bundesweit Stellen streichen. Das teilt der Verband der Automobilindustrie mit. Wie viele davon in Baden-Württemberg betroffen sind, lässt sich derzeit nicht sagen.

Doch ganz so überraschend sind die Zahlen nicht: „Diese Coronakrise wird stark überlagert durch die strukturellen Veränderungen, die im Hintergrund auch ohne Corona-Krise stattgefunden hätten“, sagt der Industriesoziologe Martin Schwarz-Kocher. Der Wissenschaftler arbeitet bei dem Beratungs- und Forschungsinstitut IMU in Stuttgart.

Seit 2019 verschärfe sich der Wettbewerb um die letzten großen Aufträge für Komponenten des Verbrennungsmotors. Dies habe zu einem so großen Preisverfall geführt. Die Konsequenz: Viele Zulieferer verlagerten ihre Produktion nach Osteuropa, sagt Schwarz-Kocher.

„Auch das aktuelle Beispiel bei Eberspächer zeigt ja, dass die Produkte nicht wegfallen, sondern eben in Osteuropa produziert werden. Weil eben der Preisdruck im Wandel zur Elektromobilität bei den klassischen Verbrennungsmotorprodukten deutlich gestiegen ist. Und das hat jetzt mit Corona erst einmal gar nichts zu tun. Aber in der Coronakrise verschärft sich diese Entwicklung noch einmal deutlich.“

Trotzt staatlicher Hilfen reiche die Liquidität einiger Unternehmen in Baden-Württemberg nur noch wenige Monate, sagt der Industriesoziologe: „Und das wird in der Hauptsache die Kleineren treffen. Auch aufgrund der Finanzstrukturen dieser Unternehmen wird wahrscheinlich diese klassische Auswirkung der Coronakrise auch dazu führen, dass nicht jeder der jetzt noch gut aufgestellten Zulieferer das überleben wird.“

Link zu Deutschlandfunk Kultur mit dem Podcast

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