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Branche

Studien zu Branchen und Clustern sind ein Schwerpunkt der Forschungsarbeiten des IMU Instituts

Branchenstudien der letzten Jahre befassten sich insbesondere mit vielfältigen Bereichen des verarbeitenden Gewerbes wie der Automobilindustrie einschließlich des Kfz-Gewerbes, dem Maschinen- und Anlagenbau mit seinen verschiedenen Sparten (z.B. Werkzeugmaschinenbau, Aufzüge und Fahrtreppen), der kunststoffverarbeitenden Industrie, der Medizintechnik und weiterer Branchen. 

Im Zentrum der Branchenstudien steht neben der wirtschaftlichen Analyse und den Entwicklungstrends (Märkte, Innovationen und Unternehmensstrategien) die Beschäftigtenperspektive im Fokus. Erarbeitet werden industriepolitische Herausforderungen und Handlungsbedarfe für eine arbeitsorientierte Branchenpolitik.

Branchenanalyse Chemiefaserindustrie – Strukturwandel, Entwicklungstrends, Herausforderungen

Die Chemiefaserindustrie als energieintensivste Sparte der Chemischen Industrie ist stark in den internationalen Wettbewerb eingebunden und durch einen grundlegenden Strukturwandel gekennzeichnet. Entwicklungen, Strukturen, Branchentrends und Perspektiven der Chemiefaserindustrie werden in einer Branchenstudie analysiert und aufbereitet. Auf dieser Grundlage werden Herausforderungen und Handlungsbedarfe für eine arbeitsorientierte Branchenpolitik sowie Gestaltungsfelder für die Träger der Mitbestimmung diskutiert.

Projektlaufzeit:

Projektstatus

Projektpartner Hans-Böckler-Stiftung, IG BCE

Projektteam Jürgen Dispan

Die Chemiefaserindustrie ist mit knapp 2 Mrd. Euro Jahresumsatz und weniger als 8.000 Beschäftigten ein kleiner Industriezweig. Die vergleichsweise junge Branche Chemiefaserindustrie erlebte ihre wirtschaftliche Blüte in Deutschland bereits vor einigen Jahrzehnten. Weltweit steigt die Produktion von Chemiefasern seitdem weiter an, in Deutschland geht sie seit Mitte der 1990er Jahre zurück. Heute wird der Markt überwiegend von asiatischen Anbietern mit Massenware zu Niedrigpreisen beherrscht. Rund 60 % der Weltproduktion kommt aus China, der Anteil Deutschlands beträgt nur noch 2 %. Dem Preisdruck stellen sich die deutschen Hersteller, indem sie sich auf Hochleistungsfasern und Spezialisierung, z. B. auf den Einsatz in technischen Anwendungsgebieten, konzentrieren. Gleichwohl gibt es in der Branche erhebliche strukturelle Probleme und einen immensen Beschäftigungsabbau von 24.000 Beschäftigten im Jahr 1995 über 11.500 im Jahr 2007 auf heute knapp 8.000 Beschäftigte. Mit diesem Abbau von Arbeitsplätzen ist auch eine Veränderung von Beschäftigungsstrukturen und von Arbeitsbedingungen verbunden.

Zur Chemiefaserindustrie in Deutschland wurde zuletzt im Jahr 2008 eine umfassende Branchenanalyse erstellt (Löbbe 2008). Die Schwerpunkte dieser Studie liegen in der Analyse von Strukturen und Entwicklung der Chemiefaserindustrie im weltweiten Maßstab und in Deutschland, von Standortbedingungen – vor allem bezogen auf die deutschen Unternehmen im weltweiten Wettbewerb –, und von Entwicklungsperspektiven der Branche bis zum Jahr 2020.

Die strukturellen Probleme der Branche und auch der Arbeitsplatzabbau haben sich in den letzten sechs Jahren weiter verschärft. Die Chemiefaserindustrie am Standort Deutschland verändert sich weiterhin stark, insbesondere was Marktbedingungen, Kostenstrukturen (Energie), Arbeitsbedingungen, Flexibilisierungstrends und internationale Wertschöpfungsstrategien betrifft. Aufgrund des daraus resultierenden Forschungsbedarfs soll auf Initiative der IG BCE und des entsprechenden Industriegruppenausschusses im Jahr 2014 eine aktuelle Branchenstudie erarbeitet werden. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens sollen aktuelle Entwicklungstrends (Innovationstrends, Markttrends, Beschäftigungstrends, Energiewende) und Unternehmensstrategien analysiert, Chancen und Herausforderungen für die Branche erörtert sowie Handlungsbedarfe für die Träger der Mitbestimmung erarbeitet werden. Insbesondere sollen auch die 2008 entwickelten Szenarien für Entwicklungsperspektiven der Branche bis 2020 kritisch betrachtet und aktuell eingeordnet werden.

Kontakt:

weitere Informationen:

Branchenreport 2015 Chemiefaserindustrie in Deutschland

Branchenanalyse Chemiefaserindustrie – Strukturwandel, Entwicklungstrends, Herausforderungen

Die Chemiefaserindustrie als energieintensivste Sparte der Chemischen Industrie ist stark in den internationalen Wettbewerb eingebunden und durch einen grundlegenden Strukturwandel gekennzeichnet. Entwicklungen, Strukturen, Branchentrends und Perspektiven der Chemiefaserindustrie werden in einer Branchenstudie analysiert und aufbereitet. Auf dieser Grundlage werden Herausforderungen und Handlungsbedarfe für eine arbeitsorientierte Branchenpolitik sowie Gestaltungsfelder für die Träger der Mitbestimmung diskutiert.

Die Chemiefaserindustrie ist mit knapp 2 Mrd. Euro Jahresumsatz und weniger als 8.000 Beschäftigten ein kleiner Industriezweig. Die vergleichsweise junge Branche Chemiefaserindustrie erlebte ihre wirtschaftliche Blüte in Deutschland bereits vor einigen Jahrzehnten. Weltweit steigt die Produktion von Chemiefasern seitdem weiter an, in Deutschland geht sie seit Mitte der 1990er Jahre zurück. Heute wird der Markt überwiegend von asiatischen Anbietern mit Massenware zu Niedrigpreisen beherrscht. Rund 60 % der Weltproduktion kommt aus China, der Anteil Deutschlands beträgt nur noch 2 %. Dem Preisdruck stellen sich die deutschen Hersteller, indem sie sich auf Hochleistungsfasern und Spezialisierung, z. B. auf den Einsatz in technischen Anwendungsgebieten, konzentrieren. Gleichwohl gibt es in der Branche erhebliche strukturelle Probleme und einen immensen Beschäftigungsabbau von 24.000 Beschäftigten im Jahr 1995 über 11.500 im Jahr 2007 auf heute knapp 8.000 Beschäftigte. Mit diesem Abbau von Arbeitsplätzen ist auch eine Veränderung von Beschäftigungsstrukturen und von Arbeitsbedingungen verbunden.

Zur Chemiefaserindustrie in Deutschland wurde zuletzt im Jahr 2008 eine umfassende Branchenanalyse erstellt (Löbbe 2008). Die Schwerpunkte dieser Studie liegen in der Analyse von Strukturen und Entwicklung der Chemiefaserindustrie im weltweiten Maßstab und in Deutschland, von Standortbedingungen – vor allem bezogen auf die deutschen Unternehmen im weltweiten Wettbewerb –, und von Entwicklungsperspektiven der Branche bis zum Jahr 2020.

Die strukturellen Probleme der Branche und auch der Arbeitsplatzabbau haben sich in den letzten sechs Jahren weiter verschärft. Die Chemiefaserindustrie am Standort Deutschland verändert sich weiterhin stark, insbesondere was Marktbedingungen, Kostenstrukturen (Energie), Arbeitsbedingungen, Flexibilisierungstrends und internationale Wertschöpfungsstrategien betrifft. Aufgrund des daraus resultierenden Forschungsbedarfs soll auf Initiative der IG BCE und des entsprechenden Industriegruppenausschusses im Jahr 2014 eine aktuelle Branchenstudie erarbeitet werden. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens sollen aktuelle Entwicklungstrends (Innovationstrends, Markttrends, Beschäftigungstrends, Energiewende) und Unternehmensstrategien analysiert, Chancen und Herausforderungen für die Branche erörtert sowie Handlungsbedarfe für die Träger der Mitbestimmung erarbeitet werden. Insbesondere sollen auch die 2008 entwickelten Szenarien für Entwicklungsperspektiven der Branche bis 2020 kritisch betrachtet und aktuell eingeordnet werden.

Kontakt:

weitere Informationen:

Branchenreport 2015 Chemiefaserindustrie in Deutschland