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Branchenanalyse Holzbearbeitungsmaschinenbau. Strukturen, Entwicklungstrends, digitale Transformation, Beschäftigung und Perspektiven für die Branche

Projektlaufzeit: November 2021 - Juni 2022

Projektstatus Abgeschlossenes Projekt

Projektpartner Hans-Böckler-Stiftung, IG Metall

Projektteam Dr. Jürgen Dispan

Der Holzbearbeitungsmaschinenbau Deutschlands ist eine weltweit führende Sparte des Maschinen- und Anlagenbaus, die von einer hohen Innovationskraft und starken Exportorientierung bestimmt ist. Die Unternehmen bieten eine große Bandbreite von Maschinen, Systemen, Anlagen, Komplettlösungen und Services für den primären und sekundären Bereich der Holzwirtschaft an. Mit gut 22.000 Beschäftigten ist die Branche eine eher kleine Sparte des deutschen Maschinenbaus. Gleichwohl ist der Holzbearbeitungsmaschinenbau als Investitionsgüterindustrie und Ausrüster für die Bearbeitung des Werkstoffes Holz auch im Hinblick auf die globale Herausforderung Klimaschutz eine wichtige Branche. Holz als nachwachsender Rohstoff gewinnt weltweit Marktanteile. Beschäftigungspolitische Herausforderungen resultieren aus der digitalen Transformation und dem demografischen Wandel mit neuen Anforderungen an Fachkräftesicherung, Aus- und Weiterbildung und die Gestaltung guter Arbeitsbedingungen.

Die weitere Entwicklung des Holzbearbeitungsmaschinenbaus hängt stark davon ab, wie die vielfältigen Herausforderungen von den Branchenakteuren gemeistert werden. Aktuelle Herausforderungen liegen bei Lieferengpässen und Materialknappheit, die zu Produktionslücken bei sehr hoher Nachfrage führen. Die damit einhergehenden, teilweise exorbitanten Preiserhöhungen sind insbesondere für Anlagenhersteller mit langen Projektlaufzeiten hochproblematisch. Die strukturellen Herausforderungen sind Fachkräftesicherung und demografischer Wandel, Digitalisierung, Nachhaltigkeit sowie Globalisierung, Decoupling und neue Wettbewerber.

Wichtige Handlungsfelder für die Unternehmen und die Mitbestimmungsakteure sind Fachkräftesicherung durch Aus- und Weiterbildung, der Ausbau der Innovationsfähigkeit und Technologieführerschaft, die Gestaltung der digitalen Transformation, die Entwicklung zum Lösungs- und Komplettanbieter, die Erarbeitung von Strategien zum Erhalt eigener Wertschöpfung, die Verbesserung (und Vereinfachung) der Unternehmensprozesse, die Implementation strategischer Personalplanung zur Bewältigung des demografischen Wandels sowie die Motivation und Bindung der Mitarbeiter:innen.

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